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Klima, Klima, Klima! Die Fridays for future sind zum Weltstreik geworden, die französische Regierung muss sich vor Gericht für "Untätigkeit" im Klimaschutz verantworten, Wissenschaftler wettern gegen Kohlenstoffmärkte und Greta Thunberg wurde für den Friedensnobelpreis nominiert!

Klar, vom Brexit habt ihr schon gehört. Das britische Unterhaus hat gestern beschlossen, ihn erstmal aufzuschieben. Bis Ende Juni, falls diesen Monat noch ein Deal zustande kommt, ansonsten noch länger. Aber bei uns geht’s heute ums Klima!Fridays for future - weltweitMehr als 2.000 Kundgebungen in 123 verschiedenen Ländern: Die Fridays for future werden heute zum Weltstreik. Schule schwänzen für mehr Klimaschutz.
Allein in Deutschland wird in 200 Städten protestiert. Und die meisten Demos sind für Italien angekündigt: 235 Stück.
Begonnen hat ja alles mit Greta Thunberg aus Schweden, die gerade mal 16 Jahre alt ist. Die hat letzten August einfach angefangen, immer freitags vor dem Parlament in Stockholm zu demonstrieren.
Damit hat sie nicht nur Schüler in der ganzen Welt inspiriert: Jetzt haben mehr als 19.000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Stellungnahme unterzeichnet, in der sie die Fridays for future unterstützen, und die sie den jungen Leuten heute übergeben. Denn die Forscher sagen, es muss dringend gehandelt werden. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat sich die Erde schon um etwa ein Grad erwärmt - aber unser CO2-Ausstoß steigt immer weiter.Der Skandal des JahrhundertsVier NGOs haben gestern in Paris Beschwerde eingereicht. Der Vorwurf: "Untätigkeit", auf der Anklagebank: der französische Staat.
Die Richter sollen anerkennen, dass die Regierung verpflichtet ist, gegen die globale Erderwärmung vorzugehen. Im Namen der Menschenrechte.
Die NGOs werden dabei von 2 Millionen Menschen unterstützt, die ihre Petition unterschrieben haben. Die trug den schönen Namen "L’affaire du siècle", übersetzt entweder "die Angelegenheit", "der Rechtsstreit" oder gar "der Skandal des Jahrhunderts". So viele Unterschriften hat in Frankreich noch keiner gesammelt. Kommt die französische Regierung jetzt ins Schwitzen?Nieder mit den KohlenstoffmärktenEuropas Regierungen gehen den Klimawandel falsch an. Das sagt eine Gruppe von 30 Wissenschaftlern, die in einem offenen Brief die sogenannten Kohlenstoffmärkte anprangert.
Kohlenstoffmärkte? Ja, so heißt ein Konzept, das die EU schon 2005 eingeführt hat. Aber worum geht's da genau?
Sagen wir, ich bin ein Unternehmen. Die Europäische Union schreibt mir eine Quote an CO2-Emissionen vor, die ich nicht überschreiten darf. Wenn ich dafür sorge, dass ich weniger verschmutze und unter der Quote bleibe, bekomme ich Gutschriften. Die kann ich auf dem Kohlenstoffmarkt verkaufen. Wenn ich allerdings mehr verschmutze, als erlaubt, muss ich Gutschriften von anderen Firmen kaufen.
Dieses System soll dafür sorgen, dass Unternehmen weniger Schadstoffemissionen produzieren. Das nennt sich "Grüne Finanz".
Aber die Wissenschaftler sagen, die Kohlenstoffmärkte seien zu anfällig für Betrug und die Preise zu unbeständig.
Trotz der Kritik halten die Staaten daran fest. Auf der nächsten Weltklimakonferenz soll über die Schaffung eines internationalen Kohlenstoffstoffmarkts diskutiert werden.Nobelpreis für Greta Thunberg?Klima hat auch was mit Frieden zu tun. Das finden jedenfalls schwedische und norwegische Abgeordnete. Sie haben Greta Thunberg für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Die Schwedin wäre damit die jüngste Nobelpreisträgerin aller Zeiten: ein Jahr jünger als die pakistanische Aktivistin Malala Yousafzai, als sie 2014 ausgezeichnet wurde.
Ob Greta Thunberg den Preis wirklich bekommt, wissen wir erst im Oktober. Sicher ist aber: Sie hat noch Großes vor. Die Fridays for future sind heute vielleicht auf ihrem bisherigen Höhepunkt, aber noch lange nicht im Endspurt. Der DPA hat Greta gestern gesagt: "Warum in aller Welt sollten wir jetzt damit aufhören? Wir haben noch nicht mal angefangen."


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